Medium werden:
Beinahe täglich erreichen mich Fragen, die sich im Weistesten mit dem Thema beschäftigen, wie man zum Medium wird. Auch ich habe irgendwann diese Fragen gestellt und lange Zeit war niemand zu finden, der mir auch nur annähernd eine mich halbwegs befriedigende Antwort hätte geben können. Warum, das weiß ich heute, es gibt keine allgemeingültige Antwort darauf, man kann nur versuchen, im Ansatz zu umreißen, welche Kriterien eine Rolle dabei spielen können.
Zum einen ist für mich die Medialität (ich möchte hier lieber von Sensitivität sprechen) ein angeborenes Talent, wie z.B. die Musikalität. Wir wissen, dass nicht alle Menschen gleich musisch begabt sind und so sind auch nicht alle Menschen gleich gesteigert sensitiv. Nun kann der musisch Begabte (wie auch der gesteigert Sensitive) durch Übung und durch Arbeit am Selbst sein Talent vervollkommnen, sein Arbeits- und Möglichkeitsspektrum soweit erweitern, dass er die Möglichkeit hat, nach weiterer harter Arbeit und Studium der Theorie bzw. verschiedenster Techniken, aus seinem Talent einen Beruf werden zu lassen.
So wie der musisch Begabte jahrelang z.B. Fingerübungen und theoretischen Unterricht geniesst, kann auch der sensitiv veranlagte Mensch daran arbeiten, seine Fähigkeiten zu steigern. Unabhängig einer spirituellen Entwicklung gibt es mehrere Möglichkeiten, seine Sensitivität zu steigern. Für mich gehört die gewissenhafte Arbeit am Selbst dazu. Das bedeutet, dass ich meinen Körper kennenlerne, meine
Gefühle, meine inneren Zusammenhänge, dass ich lerne meine eigene Sprache zu verstehen.
Gut geeignet sind dafür z.B. Reiki- oder Meditationstechniken, die es uns erlauben, einen Blick in uns hinein zu richten und Aufschluss über unser Energiesystem (Chakren-System) geben.
Unser Chakren-System vergleiche ich gerne mit einer Industrie-Filteranlage. Wir möchten z.B. eine Flüssigkeit vom Einlassventil A zum Auslassventil B leiten (universelle Energie strömt in uns hinein – durchfließt unseren Körper – und wird verarbeitet oder fließt ungenutzt ab).
Während die Flüssigkeit die durch Ventil A eingeleitet wird durch die Anlage (unseren Körper) fließt, passiert sie mehrere Filter (vergleichbar mit den Energiezentren/Chakren des Menschen). Ist nun einer dieser Filter verstopft (Blockade im Chakra) , so kann die Flüssigkeit (Energie) nicht mehr frei fliessen und wird aufgehalten. Logischerweise können wir dann am Auslassventil B nicht mehr über so viel Flüssigkeit verfügen, die wir hätten, wären die Filter frei. So verhält es sich ebenso mit den Energien, die nötig sind, um unsere Sensitivität zu steigern. Universelle Energie fließt ein, bleibt an Blockade im Chakrensystem hängen und wird gestaut, kann also nicht zur Nutzung weitergeleitet werden.
Ziel sollte es nun meiner Meinung nach sein, dieses System so rein wie nur möglich zu halten. Das bedeutet, die Blockaden in unserem Chakren-System aufzuspüren und sie aufzulösen, damit die Energie zur Steigerung der Sensitivität frei und ungehindert fließen kann.
Hat man den Punkt gesteigerter Sensitivität erreicht, bedeutet das noch nicht, dass man auch dazu befähigt ist, Medium zu sein. Man hätte zwar das Rüstzeug, um für sich und für andere medial Tätig zu werden, doch hat man noch nicht gelernt, seine Fähigkeit zum Wohle anderer einzusetzen.
Dazu gehört das Kennenlernen der eigenen Sprache (was z.B. ist ein Hinweis meiner inneren Stimme, spricht da vielleicht mein Unterbewusstsein mit mir oder gar mein Ego oder ist es schon mediale Übermittlung?). Dieses ist für mich unabdingbar, um gewissenhaft als Medium zu arbeiten, schließlich geht es bei einer Botschaft (für andere) nicht darum, sein eigenes Denken und Fühlen auszudrücken, sondern darum, sich frei zu machen für die geistigen Impulse, die von Aussen kommen und dieser Weg führt über das eigene ich, die eigene innere Mitte, die eigene innere Stimme, das eigene höhere Selbst usw., um entscheiden zu können, WAS tatsächlich medial übermittelt wurde und was aus unserem Selbst entsprungen ist.
Um zum Medium zu reifen ist auch theoretisches Wissen wichtig, und Übung – Übung – Übung.
Wichtig ist es auch, sich der eigenen inneren Motive bewusst zu sein, warum man den Wunsch hegt, Medium werden zu wollen. Ist es tatsächlich meine Aufgabe, Medium zu werden, oder wünsche ich es mir in der Hoffnung, etwas besonderes zu werden?? Möchte ich wirklich Werkzeug sein, oder bin ich derjenige, der der Menschheit etwas mitteilen möchte??
Ihr seht, ich könnte zu diesem Thema noch Romane schreiben, und doch wäre meine Antwort in keinster Weise vollkommen.
Deshalb bitte ich Euch, fragt, wenn ihr Fragen habt, ich freue mich über jede Mail und über jeden Beitrag im Forum.
© Texte: michaela gellisch - Foto: www.pixelquelle.de
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